Mit der HPV-Impfung für Jungs und Mädchen das Krebsrisiko senken

Impfungen

HPV-Impfung: Effektiver Schutz vor HPV-assoziiertem Krebs sowie HPV-assoziierten Erkrankungen

Wer sollte sich impfen lassen?

Die Impfempfehlung des Robert-Koch-Instituts gilt für Jungen und Mädchen ab dem 9. Lebensjahr.

Wie erfolgt die Übertragung des Virus und welche Erkrankungen kann er auslösen?

Der Virus wird über kleinste Verletzungen von Haut und Schleimhäuten übertragen, vor allem bei Intimkontakt.

Welche Erkrankungen kann der Virus auslösen?

Wir wissen, dass über 90% der Gebärmutterhalskarzinome mit dem Virus in direktem Zusammenhang stehen. Auch der beim Mann auftretende Peniskrebs steht in vielen Fällen mit dem HPV-Virus in Verbindung. Seltener ist Krebs im Mund-Nasen-Rachen-Bereich, am Anus sowie an der Scheide. Auch hier ist HPV oft ursächlich. Neben diesen potentiell tödlichen Erkrankungen ist der Virus auch für die unschönen Genitalwarzen zuständig welche oft schwer zu behandeln sind.

Warum bereits mit 9 Jahren?

Die Impfung sollte vor dem ersten Intimkontakt erfolgen. Das Immunsytem reagiert besser auf die Impfung, je jünger der Geimpfte ist. Ab dem 15. Geburtstag sind zudem 3 Impfdosen notwendig anstatt 2.

Warum sollten sich Jungs und Mädchen impfen lassen?

Mit der Entwicklung des Impfstoffes ist es nun gelungen effektiv bösartige Tumoren im Genitalbereich zu verhindern. In erster Linie schützt man sich selbst. Durch die Impfung möglichst vieler Jungen und Mädchen kann aber auch eine sog. Herdenimmunität erreicht werden.

Wann sollte man sich impfen lassen?

Ab dem neunten bis zum Ende des 14. Lebensjahres sind 2 Impfungen im Abstand von 5-13 Monaten notwendig. Ab dem 15. Lebensjahr sind 3 Impfungen notwendig.

Ich hatte schon sexuelle Kontakte. Macht eine Impfung trotzdem Sinn?

Auch nach dem ersten Sex können und sollten ungeimpfte Mädchen oder Jungen noch gegen HPV geimpft werden. Selbst wenn es dann schon zu einer persistierenden HPV-Infektion gekommen sein sollte kann die Impfung trotzdem noch einen Schutz vor den anderen im Impfstoff enthaltenen HPV-Typen bieten. Je früher die Impfung nachgeholt wird, desto besser.

Macht es auch Sinn nach dem 17. Lebensjahr zu impfen?

Je nach individueller Lebensführung können auch Ältere von einer HPV-Impfung profitieren. Abhängig von der Anzahl der Sexualpartner kann das individuelle Risiko für das Vorliegen einer HPV-Infektion auch nach dem Beginn der sexuellen Aktivität sehr unterschiedlich sein. Persistierende HPV-Infektionen sind eher Einzelinfektionen, sodass eine Impfung ggf. Schutz vor den anderen im Impfstoff enthaltenen HPV-Typen bieten kann. Allerdings werden die Kosten dann meist nicht mehr von den Krankenkassen übernommen.

Wir beraten Sie in unserer Kinder- und Jugend-Sprechstunde. Sie können auch direkt einen Impftermin vereinbaren - bitte bringen Sie hierzu den Impfausweis mit.