Naturheilverfahren regulieren die Funktionen des menschlichen Organismus. Vor allem im Bereich Prävention und in der Therapie von Funktionsstörungen, aber auch bei der Behandlung von organischen Krankheiten, können Naturheilverfahren eine wichtige Rolle spielen.

Klassische Naturheilverfahren

Ordnungstherapie:

Im Vordergrund steht ein ausgewogener Wechsel von Aktivität und Entspannung im körperlichen und seelischen Bereich. Dies ist wichtig, da die negativen Auswirkungen von ständiger Anspannung („Stress“) zwischenzeitlich hinreichend bekannt sind. Aktuell kommt dieses Prinzip durch den modernen Begriff „Work-Life-Balance“  am ehesten zum Ausdruck.

Phytotherapie:

Behandlung und Vorbeugung von Erkrankungen mittels Heilpflanzen ist zwar eines der ältesten Heilverfahren, aber zwischenzeitlich auch naturwissenschaftlich erforscht und begründet. Pflanzliche Arzneien unterstützen die Selbstheilungskräfte des Körpers und sind in der Regel nebenwirkungsärmer als chemisch hergestellte Präparate.

Ernährungstherapie:

„Wer richtig isst, der braucht keine Medizin – wer falsch isst, dem hilft keine Medizin“ sagte schon Hippokrates etwas überspitzt vor mehr als 2400 Jahren. Doch auch heute geht man davon aus, dass ca. ein Drittel aller Erkrankungen ernährungsbedingt sind. Und gerade in unserer übersättigten Gesellschaft  sind aufgrund hochkalorischer und ballaststoffarmer Ernährung mit Übergewicht assoziierte Erkrankungen auf dem Vormarsch.

Physikalische Therapien:

Dazu zählt u.a. die von Kneipp begründete Hydrotherapie, die v.a. auf dem Prinzip beruht, dass durch wiederholte gezielte Kältereize bestimmte physiologische Reaktionen im Körper ausgelöst werden (reaktive Durchblutungsförderung mit anschließender Überwärmung und Entspannung). Aber auch Wärmeanwendungen selbst sowie im weiteren Sinne die Massagetherapie gehören dazu.

Bewegungstherapie:

Schon Kneipp erkannte, dass „Untätigkeit schwächt, Übung stärkt, Überlastung schadet“. Spätestens seit der Industrialisierung hat der Mensch mit den Folgen von Bewegungsmangel oder zumindest oftmals einseitigen Bewegungsabläufen zu kämpfen. Inzwischen sind nicht nur sportwissenschaftlich die positiven Wirkungen von Ausgleichssport hinreichend belegt.